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SM Kunst

Radierung „Alte Schreibmaschine“Büttenblatt:Größe 20 x 27 cm Darstellung: 12 x 15 cmAquatinta - Radierung in drei Farbenhandsigniert und nummeriertAuflage: 175 Stück, Blatt Nr.: 73Der Künstler Herbert Klein wurde 1946 in Hamburg geboren.Stärke und Eigenwilligkeit der Radierungen von Herbert Klein liegen im formalen Reiz der Komposition seiner scheinbar zufällig zusammen-gefügten Figuren. Ein Spiel zwischen Flächen und Linien gibt jedem Blatt seinen eigenen Rhythmus. Verspielte Ornamente wechseln mit geometrischen Formen.Mit Vorliebe wählt der Künstler für seine Darstellungen Frauengestalten – wohl als Symbol des schönen, meist Figuren ohne Alter. Den chauvinistischen Blicken entronnen wie zeitlose Gestalten aus der Antike. Sie wissen nichts von der Hektik unseres Alltags. Zweifellos sind die Arbeiten vielfach durch das langjährige Leben in Italien geprägt. Sie tragen Züge südländischer Gelassenheit und die Farbgebung ist oft beein-flusst von den römischen Palazzi mit den ver-waschenen Fassaden.

Erich KästnerChor der FräuleinsWir hämmern auf die SchreibmaschinenDas ist genau, als spielten wir Klavier.Wer Geld besitzt, braucht keins zu verdienen.Wir haben keins. Drum hämmern wir.Wir winden keine Jungfernkränze mehr.Wir überwanden sie mit viel Vergnügen.Zwar gibt es Herren, die stört das sehr.Die müssen wir belügen.Zweimal pro Woche wird die Nachtmit Liebelei und heißem Mund,als wär man Mann und Frau, verbracht.Das ist schön und außerdem gesund.Es wär nicht besser, wenn es anders wäre.Uns braucht kein innrer Missionar zu retten!Wer murmelt düster von verlorner Ehre?Seid nur so treu wie wir, in euren Betten!Nur wenn wir Kinder sehn, die lustig spielenund Bälle fangen mit Geschreiund weinen, wenn sie auf die Nase fielen-dann sind wir traurig. Doch das geht vorbei.

Ludwig FelsPoetensongZur Zeitversuch ich eine Vorstellung zu beschreiben:ein Beil, das die Welt teilt.Wieder und wiederwerden die feindlichen Gebiete bombardiert.Ich muß meine Füße betastenmein Arsch ist warm.Ich verharmlose Diebstählevon einem Ohr zum anderen reicht der Kanalauf dem die Abenteurer mein Gehirn erforschen.Da liegt ein Stück Seife.Plötzlich wird mir übelIch muß mich waschen.Und sauf Alkohol.Ich will raus.Zur Zeitbau ich aus meiner Schreibmaschine eine Axt.

Was hat eine Schreibmaschine mit Kunst zu tun?Es gibt die Kunst (kommt von Können) des Schreibmaschineschreibens. Dazu gab es in der Anfangs- und Hochzeit der Schreibmaschine zahlreiche Wettbewerbe bis hin zu Weltmeisterschaften. Hier sollen nur wenige Zahlen genannt werden, um zu zeigen, in welcher Perfektion diese Disziplin beherrscht wurde. Begonnen haben diese Wettbewerbe schon vor 1900 in den USA, um die Schreibmaschine besser auf dem Markt einzuführen. Dabei sollte den Zweiflern gezeigt werden, dass mit der Schreibmaschne deutlich schneller als mit der Hand geschrieben werden konnte.Bei in Deutschland in den 1930er Jahren durchgeführten Wettbewerben auf rein mechanischen Maschinen lagen die Bestleistungen bei über 100 Wörtern/Minute oder 7 Anschlägen/Sekunde.Weltmeisterin 1977 in Rotterdam wurde Gisela Ebersbach aus der DDR auf einer vollelektrischen Maschine mit 17.343 Anschlägen in 30 Minuten bei einer 0-Fehlerquote. Das entspricht 9,6 Anschlägen/Sekunde. Bei aller Hochachtung vor dieser Leistung erkennt man doch, dass trotz erheblichem technischen Fortschritts der Schnelligkeit der menschlichen Hand Grenzen gesetzt sind.Aber diese Art von Können soll nicht zum Hauptbestandteil dieser Seite werden. Betrachtet werden soll die bildente Kunst in Form von Büchern, Gedichten oder Gemälden. Selbst so ein bekannter Literat wie Erich Kästner ist "auf die Schreibmaschine" gekommen. Auch im Film, vor allem in alten Krimis spielt die Schreibmaschine eine nicht unbedeutende Rolle.Das sogar in der Musik die Schreibmaschine vorkommt, zeigt der amerikanische Komponist Leroy Anderson (1908-1975),der 1950 das legendäre Stück "The Typewriter" schrieb (Hintergrundmusik der Startseite). Dabei handelt es sich um ein Orchesterstück, in dem eine Schreibmaschine als Soloinstrument fungiert. Das kam so. Anläßlich eines Aufenthaltes im Büro seines Maklers hörte er aus dem benachbarten Schreibzimmer Schreibmaschinengeklapper. Aus dem Geräuschgewirr hörte er eine bestimmte Schreibmaschine heraus, die in besonders melodischer Art schrieb. Er bat die Schreiberin in sein Studio und heraus kam das weltbekannte Stück.Im Jahr 1964 komponierte Rolf Liebermann die "Symphonie Les Echance" für 156 lochkartengesteuerte Büromaschinen, darunter 16 Schreibmaschinen."The Boston Typewriter Orchestra" ist ein weiterer Klangkörper, der sich in vielfältiger Art mit der Musik und der Schreibmaschine beschäftigt.Als Bücher sind mir bekannt: Paul Auster "Die Geschiche meiner Schreibmaschine" und "Die verrückte Schreibmaschine" von Gerhardt Gabriel aus der Serie der kleinen Trompeterbücher. Als Gemälde sei die unten abgebildete Radierung von Herbert Klein erwähnt.

Die Schreibmaschine und die Kunst



Sächsische Schreibmaschinen